Golden Retriever

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Golden Retriever

Über den Herkunft der Rasse wurde lange Zeit spekuliert. Erst in den 50er Jahren dieses Jahrhunderts besteht aufgrund der Recherchen von Mrs. Elam Stonex Klarheit über den Ursprung der Rasse. Die Reinzucht der Rasse wurde im vorigen Jahrhundert von Lord Tweedmouth mit dem gelben Retriever "Nous", den er von einem Schuhmacher in Brighton gekauft hat, und dem schwarzen Tweed Water-Spaniel "Belle", begonnen. Lord Tweedmouth betrieb eine gut durchdachte Linienzucht und benutzte einen weiteren Tweed Water-Spaniel, zwei schwarze Retriever, einen Irish Setter und einen sandfarbenen Bluthund. Im Jahr 1913 wurde der Golden als gesonderte Retriever-Rasse anerkannt.

Nous II (1884, gelb)

Jack (1875)

Sampson (roter Setter)

Cowslip (1868)

Nous I (gelber Retriever)

Belle (Tweed Water- Spaniel)

Zoè (1877)

Sambo (schwarzer Retriever)

Topsy (1873)

Tweed (Tweed Water- Spaniel)

Cowslip (1868)

Nous I (gelber Retriever)

Belle (Tweed Water- Spaniel)

Queenie (1887, schwarz)

Tracer (schwarzer Retriever)

Ch Zelstone (1860, schwarz)

Ben (1877)

Bridget

Think (schwarz)

Dusk (1877)

Ch Wisdom (1875)

Gill II (1884, gelb)

Jack (1875)

Sampson (roter Setter)

Cowslip (1868)

Nous I (gelber Retriever)

Belle (Tweed Water- Spaniel)

Zoè (1877)

Sambo (schwarzer Retriever)

Topsy (1873)

Tweed (Tweed Water- Spaniel)

Cowslip (1868)

Ahnentafel von "Prim" und "Rose" 1889, auf die alle Golden zurückzuführen sind

 Der Golden gilt als freundlicher, lebhafter und zugleich zutraulicher Hund. Durch sein ausgeglichenes Wesen und seiner Anpassungsfähigkeit ist er vor allem als treuer Familienhund beliebt. Seine Arbeitsfreudigkeit und sein ausgezeichneter Apportiertrieb kennzeichnen seine Eignung aber auch für den Jagdbetrieb.

 

Der Rassestandard

FCI-Standard Nr. 111 e/8.1, Ursprungsland: Großbritannien 

Allgemeines Erscheinungsbild: Symmetrisch, harmonisch, lebhaft, kraftvoll, ausgeglichene Bewegung; kernig bei freundlichem Ausdruck.

Charakteristika: Wille zum Gehorsam, intelligent mit natürlicher Anlage zu arbeiten. Wesen: Stets freundlich, sowohl Menschen als auch Tieren gegenüber, liebenswürdig und zutraulich. 

Kopf und Schädel: Ausgeglichen und wohlgeformt, breiter Oberkopf, ohne grob zu sein, gut auf dem Hals sitzend, kräftiger, breiter und tiefer Fang. Fang von annähernd gleicher Länge wie der Schädel, ausgeprägter Stop, Nase schwarz.

Augen: Dunkelbraun, weit voneinander eingesetzt, dunkle Lidränder.

Behang: Mittelgroß, ungefähr in Höhe der Augen angesetzt.

Gebiss: Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Hals: Von guter Länge, trocken und muskulös, keine Wamme.

Vorhand: Vorderläufe gerade mit kräftigen Knochen, Schultern gut zurückliegend, langes Schulterblatt bei gleicher Oberarmlänge, dadurch gut unter den Rumpf gestellt. Ellenbogen gut anliegend. Von vorne gesehen sollen die Vorderläufe und Ellenbogen gerade stehen, weder nach innen, noch nach außen gedreht. Die Vorderläufe sollen kräftige Knochen aufweisen, die das Gewicht des Hundes mit Leichtigkeit tragen. Der Rücken sollte eine gerade Linie vom Widerrist zum Rutenansatz bilden und weder abfallend noch hochgezogen sein.

Gebäude: Ausgeglichen, kurz in der Lendenpartie, mächtiger Brustkorb. Rippen tief und gut gewölbt. Gerade obere Linie.

Hinterhand: Lende und Läufe kräftig und muskulös. Unterschenkel von guter Länge, gut gewinkelte Kniegelenke. Tiefe Sprunggelenke, die, von hinten betrachtet, gerade sind, nicht ein- oder ausdrehend. Kuhhessigkeit ist im höchsten Maße unerwünscht. Die kräftige Muskulatur der Lendenpartie geht in eine ebenso kräftige Hinterhand über. Der Oberschenkel ist sowohl breit wie auch muskulös, der Unterschenkel lang, der Knochen zwischen Sprunggelenk und Pfote kurz.

Pfoten: Rund und geschlossen, nicht zu groß. Die Zehen nicht zu lang und gut gekrümmt, die Ballen ausgebildet und kräftig. Katzenpfoten.

Rute: In Höhe der Rückenlinie angesetzt und getragen, bis zu den Sprunggelenken reichend, ohne Biegung am Rutenende. Der Rutenansatz verläuft in einer Linie mit dem Rücken. Die Rute wird gerade getragen, entweder in der Höhe des Rückens oder ein wenig darüber, aber weder hoch über dem Rücken getragen noch herunterhängend zwischen den Hinterläufen. Sie sollte auf der Unterseite eine gute Befederung aufweisen.

Gangart und Bewegung: Kraftvoll mit gutem Schub. Gerade und parallel in Vor- und Hinterhand. Vortritt ausgreifend und frei, dabei in der Vorhand ohne ein Zeichen des Steppens. In der Bewegung sollte der Golden Retriever ein flüssiges, raumgreifendes Gangwerk zeigen mit viel Schub aus der Hinterhand. Die Vorderläufe werden dabei nicht zu hoch gehoben, die Pfoten und der Vordermittelfuß drehen sich weder ein- noch auswärts. Die Beine bewegen sich parallel.

Haarkleid: Glatt oder wellig mit guter Befederung, dichte wasserabstoßende Unterwolle.

Farbe: Jede Schattierung von gold oder cremefarben, weder rot noch mahagoni. Einige wenige weiße Haare, allerdings nur an der Brust, sind zulässig.

Größe: Schulterhöhe: Rüden 56 bis 61 cm, Hündinnen 51 bis 56 cm.

Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Anmerkung: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.